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Jeweils um den 8. September, dem Fest „Maria Geburt – flüged d Schwalbe und d Kapuziner furt“, wie der Volksmund sagt, denn zu dieser Zeit findet bei uns Kapuzinern jeweils der „Jahreswechsel“ statt. 1952 aber kamen drei Brüder – Br. Agnell,  Br. Fortunat und Br. Kajetan – den Kapuzinern „zugeflogen“. Für Br. Notker, der kürzlich sein eisernes Priesterjubiläum gefeiert hat, sind es sogar 75 Jahre.

Unsere Jubliare haben sich ganz verschieden in die Gemeinschaft eingebracht.

Br. Agnell hat als „Voll-Blut-Seelsorger“ vielfältig in traditioneller Aushilfstätigkeit gewirkt, war lange Jahre in mehreren Klöstern beliebter Guardian und hat in den schwierigen 60er Jahren die Pfarrei Andermatt durch den Aufbruch zur Offenheit des Konzils geführt. Er fühlt sich immer sehr wohl, wenn er in Kontakt mit Leuten kommen kann und umgekehrt schätzen viele Menschen seine seelsorgerliche Begleitung. Da er kürzlich eine schwere Hirnblutung erlitt, wissen wir leider noch nicht, ob und wie er am Jubiläum teilnehmen kann, möchten ihn aber durch unser Gebet in seiner schwierigen Situation unterstützen.

Das Wirkungsfeld von Br. Fortunat war vor allem das Gymnasium in Stans, wo er – auch in schwierigen Umbruchjahren – als Deutschprofessor, Medienfachmann, Präfekt und 10 Jahre als Rektor wirkte. Danach leitete er das Bildungshaus Dulliken und schliesslich als Verantwortlicher die Deutschschweizer Region der Kapuziner.    Die Medien und deren neue Möglichkeiten faszinierten ihn schon als Lehrer am Gymnasium. Er ist der „Computerpionier“ in der Schweizer Kapuzinerprovinz und war vielen Brüdern bei der Wahl des „richtigen“ Computers (natürlich Apple!!) behilflich und ist nach wie vor für die „mediale Aufrüstung“ des Klosters besorgt.

Br. Kajetan begann sein Wirken mit einigen Römer-Jahren als Kaplan der päpstlichen Schweizer Garde und kam dann nach Solothurn ins ordenseigene Studienkloster als Magister und Lektor für Ethik und Moral. Er erlebte die Umbruchszeit, indem er öfters in den neuen Kontroversen der Sexualethik und Familienpastoral von den Medien kontaktiert und um Stellungnahmen gebeten wurde. Auf Grund seiner Kompetenz wurde ihm die Ehe- und Familienseelsorge der Diözese St. Gallen anvertraut. Weitere zehn Jahre leitete er wie Br. Fortunat das Franziskushaus Dulliken und übernahm anschliessend das Guardianat von Wil.  Als eine der schönsten Zeit seines Ordenslebens empfand Kajetan die neunjährige Pfarrtätigkeit von Haslen.

Wir danken Gott im Festgottesdienst am Sonntag den 2. September um 10.30 Uhr für all diese Begabungen und dass die Jubilare sie so vielfältig und lange in unserer Gemeinschaft und der Kirche im franziskanischen Geist einsetzen durften. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns diese Freude zu teilen und zu feiern.

(Sonntag, 2. September 2012 kein Gottesdienst um 7.00 Uhr!)