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Das Kapuzinerkloster beteiligt sich mit Aktivitäten am 1400-Jahr-Gallusjubiläum

Das Kapuzinerkloster bietet zum Gallusjubiläum einerseits Rückzugsmöglichkeiten und andererseits einen besinnlichen Weg entlang der Klostermauern an. Die Stationen auf diesem Weg laden zum Wahrnehmen, Verweilen und Nachdenken ein.

Zusammen mit den drei Katechetinnen Marianne Truniger, Gerda Köppel und Brgitte Schönenberger hat Bruder Paul Mathis entlang der Klostermauern einen Stationenweg angelegt. Auf diesem Weg begegnen die Besucher verschiedenen Stationen aus dem Leben des Heiligen Gallus.

Empfang im Schöpfli

Die Besucher werden beim Klosterschöpfli empfangen, ins Thema eingeführt und mit dem Galluslicht auf den Weg eingestimmt. Br. Paul empfiehlt, alleine unterwegs zu sein, um den Weg besinnlich geniessen zu können. An der letzten Station treffen sich die Besuchenden und können miteinander diskutieren.

An den neun Stationen «Ursprung», «Innere Rufe», «Aufbrüche», «Heiligtümer», «Trennungen», «Sich niederlassen», «Verlockungen», «Achtsamkeit», «Ausklang» wird der Gast eingeladen, sich kreativ und interaktiv mit dem eigenen Ich zu beschäftigen, sich mit dem eigenen Ursprung auseinanderzusetzen.

An der Station «Innere Rufe» wird man mit dem inneren Ruf konfrontiert, den Gallus spürte und der in aufbrechen liess. Er konzentrierte sich ganze auf seine Wesensmitte. …Und ich? Wie komme ich nach innen? Suche Sie den Weg in die Herzmitte.

An einem anderen Ort beschäftigt man sich mit unerfüllten Träumen, Sehnsüchten und Wünschen, die man im Kinder- oder Jugendalter hatte. Der Besucher wird angehalten, die Sehnsüchte aufzuschreiben und an der Leine aufzuhängen. Bei «Trennungen» schaut man durch kleine Löcher und erhält so neue Aussichten, Einsichten und Durchsicht.

Ein Stück Brot geniessen

Nach der Legende taucht ein Bär in Gallus’ Lager auf. Gallus befiehlt ihm ein Holzstück ins Feuer zu werfen; der Bär gehorcht und bekommt dafür ein Stück Brot. Der Bär tauchte nie wieder auf und wurde später zum Wappentier der Stadt St. Gallen. Gallus wird immer wieder mit dem Bär gezeigt.

«In Anlehnung an diese Legende beendet der Besucher seinen Rundgang im Innenhof des Klosters. Dort kann er ein Holzscheit in die Feuerschale werfen, ein wenig verweilen, Erfahrungen mit den anderen Besuchern austauschen und ein Stück Brot geniessen», so Br. Paul.

Öffnungszeiten

Der Weg entlang der Klostermauer ist von April bis und mit Oktober jeweils am letzten Wochenende geöffnet: Am Samstag von 8.30 bis 11 Uhr, am Sonntag von 14 bis 16.30 Uhr erstmals am 28./29. April 2012.

Wiler Nachrichten vom Donnerstag, 19. April 2012,Walter Sutter