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7. – 12. Dezember 2010 im Kapuzinerkloster Wil

Zehn Besinnungsstationen führen Sie vom „Klosterschöpfli“ zur Klosterkirche auf den „Weg nach innen“. Die Stationen laden ein, Lebensfragen nachzugehen, zu verweilen und zu beten. Sie sind eingeladen zu überdenken, was Sie beschäftigt und bewegt. Dabei können Sie das eigene Leben vor Gott bringen.

Den Weg können Sie alleine oder zu Zweit gehen. Sie werden mit Wegweisern von Besinnungsstation zu Besinnungsstation geführt. Sie bestimmen selber, wie lange Sie bei einer Station verweilen.
Es ist gut, wenn Sie sich für den Stationenweg etwa eine Stunde Zeit nehmen können.
Wir empfehlen warme Kleidung, da sich die Stationen zum Teil in ungeheizten Räumen befinden.

Ziel des Weges:

  • eine nicht ganz gewöhnliche Möglichkeit, der Adventszeit eine besinnliche Note zu geben
  •  über sich, sein Leben und Gott nachzudenken
  • durch Erfahrungen mit dem eigenen „Innersten“ in Berührung kommen
  • im Vordergründigen das Hintergründige entdecken

Initiantinnen der Weges:

Brigitte Schönenberger – Burkard, Bettwiesen
Gerda Köppel – Bürki, Sirnach
Marianne Truniger – Steiner, Sirnach
Br. Josef Haselbach, Kapuzinerkloster Wil
Br. Paul Mathis, Kapuzinerkloster Wil


Was die Initiantinnen über den Versöhnungsweg denken:

„Viele Erwachsene wissen, dass Kinder einen Versöhnungsweg gehen. Der Wunsch wurde dadurch auch bei Erwachsenen geweckt, auf eine solche Weise Versöhnung zu erfahren. Sie möchten selber diese Erfahrung machen, wie es die Kinder machen durften. Ich denke, das Bedürfnis, nach Versöhnung ist in vielen Menschen. Menschen in meinem Alter, haben das jedoch noch auf eine Art erlebt, die nicht ganz einfach war. Es ist die Art und Weise, wie so was erfahrbar wird.“
Marianne Truniger-Steiner, Sirnach

Die Leute setzten sich mit sich selber auseinander, so dass sie nicht im „Aussen“ bleiben, sondern auch ins „Innere“ finden. So können sie erfahren, dass sie so sein dürfen, wie sie sind und sie auch dort abgeholt werden, wo sie sind. Ich mache die Erfahrung, dass viele Leute nicht wissen, wo sie im Leben stehen. Aber sie suchen nach Orientierung. Mit einem solchen Weg bekommen sie Kraft und auch Halt, den sie vielfach verloren haben in unserem Glauben, in unserem Christentum.
Und man steht im Jetzt. Man steht nicht im Morgen oder im Vorgestern, sondern man steht jetzt im Leben. Und dem Zeit geben, einen Moment inne halten, das gibt unglaublich Kraft…“
Gerda Köppel – Bürki, Sirnach

„Ich finde es besonders gut, dass es ein Weg ist. Versöhnung ist für mich auch ein Weg, ein innerer Prozess. Lasse ich mich Schritt für Schritt auf die Impulse der Stationen ein, kann es zu einem Weg nach innen werden: Versöhnung mit mir selber, mit der Umwelt und schliesslich auch mit Gott.“
Brigitte Schönenberger – Burkard, Bettwiesen

„Mich überzeugt ein solcher Weg, weil er Erfahrungen vermittelt. Erfahrungen, bei denen es nicht viele Worte braucht, sondern im Schauen und Tun wird vieles klarer, kommt etwas im Inneren in Bewegung.“
Br. Paul Mathis, Kapuzinerkloster Wil

„Ich denke, für all jene, bei denen die Beichte weit weg ist, könnte der Versöhnungsweg eine andere Form von Besinnung sein. Früher ging der besinnliche Aspekt beim Beichten eher unter. Man hat sich an einem Schema orientiert. Und heute schauen die Leute mehr ihr Leben an, mit seinen verschiedenen Aspekten. Das Betrachten des eigenen Lebens erhoffe ich mir beim Versöhnungsweg. Aber ich sehe den Versöhnungsweg nicht zwingend mit einer Beichte verbunden.“
Br. Josef Haselbach, Kapuzinerkloster Wil